Vakuumelektroden -

Saugwellen -

Gerät

 

Ein Projekt der 5AHMEP 2007/08

 

 

Projektbetreuer:         Prof. Dipl-Ing. Rudolf Razka

 

Projektteam:                Andreas Lampret, Clemens Liebhart, Alexandra Wimmer

 

Neoserv 114

Projektentstehung:

Bereits im Schuljahr 2006/2007 wurde mit der Arbeit am Vakuumelektroden-Saugwellen-Gerät  begonnen. Nach Anfragen bei der Firma Schuhfried standen mehrere Projekte zur Auswahl, die Entscheidung fiel auf das "Reengineering" des Neoserv 114.

 

Funktion:

Das Gerät arbeitet als Sauggerät. Angesaugte Flüssigkeit, Schmutz und Bakterien aus den Saugelektroden werden in einem Wasserabscheider mit Filter aufgefangen.

Der Neoserv 114 ist  für die Verwendung von 1 bis 4 Saugelektroden, insbesondere für die Kombination mit einem Reizstromgerät konzipiert. Über die Saugelektroden wird dem Patienten der zu applizierende Strom zugeführt.

Die Saugelektroden lassen sich schnell und einfach anbringen und passen sich auf angenehme Weise der Körperoberfläche an. Die flexiblen Ränder der Elektroden gewährleisten einen optimalen Kontakt mit der Haut.

Im Auflagebereich der Saugelektroden kommt es zu einer erhöhten Durchblutung und damit zu einer besseren Leitfähigkeit im Gewebe unter der Elektrode. Die Stromsensibilität wird durch die Saugpulsierung deutlich gesenkt und ist somit bei der Reizstrombehandlung stromempfindlicher Patienten vorteilhaft. Der durchfließende Strom erzeugt Wärme, diese Wärme dient der Entspannung der Muskeln.

Das Reizstrom-Verfahren ist auch unter dem Akronym TENS (transkutane elektrische Nerven-Stimulation) bekannt. Dabei werden biphasische Strom-Impulse mit Frequenzen von 1 bis 100Hz verwendet. TENS dient zur Elektroanalgesie (Schmerzverringerung).

 

Ziel des Projekts:

Die Hauptaufgabe war, das bestehende Produkt zu verkleinern, da es nach seiner Fertigstellung mit einem Reizstromgerät in ein Gehäuse zusammengeschlossen werden soll.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Aufgaben in drei Kategorien geteilt:
• Elektronik:
- Analyse der Funktion des eingebauten Mikroprozessors
- den Mikroprozessor durch eine einfachere elektronische Schaltung ersetzen
- Überarbeitung der Schaltungen, um diese mit den neue Komponenten konfigurieren zu können
• Vakuumtechnik:
- Analyse der Funktion der Vakuumkomponenten
- Effizienzsteigerung
- Austausch der alten Komponenten durch Bauteile, die dem Stand der Technik entsprechen
• Konstruktion:
- Konstruktion eines geeigneten Gehäuses für den redesignten Neoserv

 

Ergebnis:

vorher
nachher

 

• ein 2/2-Wegeventil und der Flüssigkeitsauffangbehälter wurden durch einen Submikrofilter ersetzt
• ein selbstgefertigtes und dadurch kostspieliges Vakuumpotentiometer wurde durch einen Präzisionsvakuumregler ersetzt
• Verkleinerung um zweidrittel
• Einbau einer effizienteren Membranpumpe
• Effizienzsteigerung des gesamten Systems
• Einbau eines kleineren Netzteils, welches den Vorschriften der Medizintechnik entspricht
• Strukturierung des Leitungssystems

 

Die Membranpumpe erzeugt den notwendigen Unterdruck für die Saugelektroden. Mit Hilfe des Präzisionsvakuumreglers wird der Druck reguliert und kann vom Benutzer eingestellt werden.

Die von den Elektroden angesaugte Flüssigkeit sowie diverse Partikel und Bakterien werden von einem Submikrofilter aufgefangen, die Luft wird gereinigt und weiter ins Netz befördert.

Für die Behandlung mit Massagewirkung ist das Zwei-Zwei-Wegeventil verantwortlich. Der Benutzer kann mit Hilfe dieses Ventils eine Pulswirkung erzeugen und entspannt damit die obere Hautschicht sowie die zu behandelnden Muskelpartien. Der zu applizierende Reizstrom wird durch die Saugelektroden übertragen. Diese erhalten den Strom von einem zusätzlichen Gerät, das an das Neoserv angeschlossen wird. Von der Steckverbindung führt eine elektrische Leitung direkt zu den Saugelektroden-Anschlüssen. 

Wenn das Ventil offen ist, lässt es die Abluft der Membranpumpe in den Vakuumkreislauf und hebt damit die Vakuumwirkung auf.
Wenn es geschlossen ist, lässt es die Abluft der Membranpumpe zu einem Schalldämpfer, der überschüssige Luft ablässt und so den Geräuschpegel senkt.

 

 


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 geändert am:  24.02.2009   |   © HTL Mödling   |   HTL Schulnetz   |   WebMail